16 Jan 14 // Alles schick in Kreuzberg?!? // FHXB Museum Berlin

 

Alles schick in Kreuzberg?!? – Auftritt 1

Lesung mit Klaus Bittermann & Peter Laudenbach im FHXB Museum, Dachetage am Donnerstag, 16. Januar 2014 // 19:00 Uhr

Das FHXB Museum – Stadtteilmuseum,  hinter dessen Namen sich die Kürzel des Bezirks Friedrichhain-Kreuzberg verstecken – widmet sich in der von Béatrice Kreuzer und Erik Steffen  geleiteten Veranstaltungsreihe Alles schick in Kreuzberg?!? – Typen, Texte, Temperamente den  „rasanten Veränderungen, die Kreuzberg in den letzten Jahren“ erfasst haben. In einer Doppellesung werden Klaus Bittermann („Alles schick in Kreuzberg. Über Touristen, Penner und Gentrifizierte“) und Peter Laudenbach („Die elfte Plage“) ihre humoristisch-polemischen Beschreibungen und kritischen Beobachtungen zu Gentrifizierung und Touristification vortragen:

Die Gentrifizierung ist überall. Vor allem in Kreuzberg. Beispielhaft versucht Klaus Bittermann in „Alles schick in Kreuzberg. Über Touristen, Penner und Gentrifizierte“ (Edition Tiamat) herauszufinden, wie weit sie in seinem Viertel gediehen ist. Er beobachtet eine wundersame Vermehrung junger Franzosen, Engländer und Spanier, er ist den „Miethaien“ auf der Spur, die sich als harmlose Rentner in einer Rentnerkutsche tarnen, er bestaunt eine Schießerei auf dem Spielplatz vor seiner Tür, in der es sehr alttestamentarisch zugeht, er schlägt sich im Wellness-Bereich des Berliner Zolls durch, er isst kontaminiertes Sushi, um erleuchtet zu werden, er lernt einen Mann kennen, der mit Teelichtern heizt und er recherchiert in einem Tätowierstudio. Einen Reim kann er sich nicht darauf machen, aber er weiß ganz sicher: Das alles wird sich irgendwann mal aufklären.

Das Buch „Die elfte Plage“ von Peter Laudenbach beschreibt, wie Berlin-Touristen, Hipster („Schnösel 2.0“), Club-Ballermann-Absturztouristen und anderen Zielgruppen die Stadt zum Erlebnispark machen. Wie Kunst zur touristischen Vermarktung der Stadt das ihre beiträgt  („Subkultur als weicher Standortfaktor“), wie das Mahnmahl für die ermordeten Juden als touristische Sehenswürdigkeit für gute Laune bei den zahlenden Gästen sorgt und wie die Touristification Teile der Stadt unbewohnbar macht: all dies ist dem Autor eine gutgelaunte Polemik wert. Vielleicht sollten die Tourismuswerber darüber nachdenken, Kleindarstellern ein Honorar dafür zu bezahlen, damit sie als pittoreske Punks das Stadtbild bunter machen.

Moderation: Erik Steffen

Eintritt (unbekannt)

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum – Dachetage // Adalbertstraße 95A // 10999 Berlin-Kreuzberg

>> mehr Informationen HIER

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