22 Feb 17 // Künstler*innen vs. Creatives? // Berliner Festspiele Berlin

Künstler*innen vs. Creatives? Perspektiven der Stadtentwicklung im Zeichen der Kreativwirtschaft

Diskussionsabend am 22. Februar 2017 in den Berliner Festspielen // 18:30 Uhr

In einer zweiteiligen Paneldiskussion kommen am kommenden Mittwoch  Abend in den Berliner Festspielen verschiedene Akteur*innen aus den Feldern der Kunst, der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft zusammen, um Chancen und Gefahren dieser Entwicklung zu diskutieren. Vor allem die künstlerischen Subkulturen haben immer stärker mit steigenden Mieten, Raumknappheit und Verdrängung zu kämpfen:

Metropolen weltweit betrachten ihre Kunst-, Musik- und Clubszene als Faktor für wirtschaftliches Wachstum. In Städten wie San Francisco, New York, London, Amsterdam und Berlin ist die Start-Up-Szene zu einem Katalysator neuen wirtschaftlichen Wachstums geworden. Zugleich arbeiten immer mehr Künstler*innen mit neuen digitalen Technologien, vor allem in der Musik wie in der Video- und Fotokunst. Unter dem jungen Begriff „Kreativwirtschaft“ floriert die Start-Up-Kultur in all diesen Metropolen – unterstützt durch gezielte Wirtschaftsförderungspolitik –, während Künstler*innen unter zunehmender Raumknappheit und rasant steigenden Mieten leiden. Vor allem für künstlerische Sub- und Gegenkulturen wird die Situation immer heikler: Den Protagonist*innen der Freien Szene, Initiativen, Projekträumen und Künstler*innen-Coops schwinden finanzierbare Arbeitsräume und damit die Grundlage ihrer Arbeit.

PROGRAMM

18:30 Uhr – Keynote

  • Soenke Zehle (Medientheoretiker, HbK Saar, Saarbrücken)

19:00 Uhr – Panel Global – Creative Classes und Großes Geld (in englischer Sprache )

  • Eva de Klerk (Künstlerin und Initiatorin der NDSM Werftinitiative, Amsterdam)
  • Mat Dryhurst (Musiker und Entrepreneur, gray area, San Francisco / Berlin)
  • William Chamberlain (Social Entrepreneur, CreativeWick, London)
  • Moderation Markus Bader (Raumlabor Berlin),

20:00 Uhr – Performance

  • „o.T.“ – Harald Berger / Markus Krämer & bbm

20:30 Uhr Panel Lokal – Berliner Weg zwischen Schutzraum und Bottom-Up-Initiativen (in deutscher Sprache)

  • Klaus Lederer (DIE LINKE, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, Berlin)
  • Werner Landwehr (Regionalleiter GLS Bank, Berlin)
  • Daniela Brahm (Künstlerin und Raumproduzentin, Ex-Rotaprint, Berlin)
  • Florian Schmidt (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Baustadtrat Friedrichshain-Kreuzberg, ehem. Atelierbeauftragter, Berlin)
  • Moderation: Christoph Twickel (Journalist, Hamburg)

Die Veranstaltung ist eine Initiative von Postberlin e.V. in Kooperation mit Berliner Festspiele, Rat der Künste, Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, AbBA Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser

Eintritt frei

Berliner Festspiele – Kassenhalle //

>> mehr Informationen HIER

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