22 Mar 12 // Wie kann die Erdgeschoßzone belebt werden? // Stadtplanungshaus Wien

Die Gebäude in der Fußgängerzone Favoritenstraße als Beispiel für belebte Erdgeschoßzonen

Wie kann die Erdgeschoßzone belebt werden?

Diskussion am Donnerstag, 22. März 2012, 18 bis 21 Uhr

Am 22. März 2012 wird im Wiener Stadtplanungshaus darüber diskutiert, wie man unter den heutigen Bedingungen des Städtebaus sinnvoll genutzte Erdgeschoßzonen erreichen kann. Sie gelte als zentral für die stadträumliche Qualität von Quartieren und als wichtige Schnittstelle zwischen öffentlichem und privatem Raum. Um 18 Uhr startet die Diskussionsrunde, bei der als externe Gäste Tilman Sperle (Städtebau-Institut der Universität Stuttgart) und Dr. Gerhard Doblhamer (ehemals Vorstand der Abteilung Raumplanung und Verkehr im Magistrat Salzburg) zu Wort kommen werden.

Die Erdgeschoßzone ist eine Gretchenfrage der Stadtplanung. An ihr scheiden sich die Geister hinsichtlich der Bedeutung, die der Urbanität für die heute neu zu bauende Stadt gegeben wird. Die einen halten den schleichenden Verfall der direkt zum öffentlichen Gut orientierten Räume in Stadthäusern für das Ende der europäischen Stadt, wie wir sie kennen. Die anderen sehen darin eine notwendige Konsequenz des Strukturwandels. In neu gebauten Stadtquartieren soll durch belebte Erdgeschoßzonen Urbanität überhaupt erst ermöglicht werden, weil die allein durch Wohnnutzung nicht erreicht werden kann. Die dahinter liegende Vorstellung bezieht sich auf historische Bilder der Stadt am Ende des 19. Jahrhunderts, als viele Straßenzüge mit kleinen Läden gesäumt waren und – jedenfalls in manchen Gebieten – an fast jeder Blockecke ein Gasthaus zu finden war.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • Tilman Sperle (Universität Stuttgart, Städtebau-Institut, Lehrstuhl Stadtplanung und Entwerfen)
  • Dr. Gerhard Doblhamer (Stadtplaner, Salzburg)
  • Prof. Rudolf Scheuvens (TU Wien, Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung)
  • Dr. Betül Bretschneider, TU Wien, Institut für Architektur und Entwerfen
  • Franz Denk (Architekt)
  • Moderation: Mag.arch. Robert Temel

Ort: Wiener Stadtplanungshaus // 1., Rathausstraße 14-16 // 1. Stock – Tür 121 (Konferenzraum)

Anmeldung: Telefon: 01 4000-88888 (9 bis 19 Uhr) // E-Mail: wpw@ma18.wien.gv.at oder via Facebook

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