18 Oct 11 // Zwischenstationen für die Bahnhofsvorstadt // ZwischenZeitZentrale Bremen

Zwischenstationen für die Bahnhofsvorstadt

Vierteilige Vortragsreihe zwischen dem 18. und 31. Oktober 2011 // ZZZ Bremen

Die ZwischenZeitZentrale Bremen, ein Projekt zur Förderung von Zwischennutzungen, veranstaltet in den kommenden Wochen eine recht vielversprechende Vortragreihe. Darin werden Perspektiven und Erfahrungsberichte zu verschiedenen Bahnhofsvorstädten Deutschlands vorgestellt und diskutiert, präsentiert in einer laufenden Zwischennutzung Bremens „zum Anfassen“ – der Glasbox am ehemaligen Siemenshochhaus:

Die Bremer Bahnhofsvorstadt bildet den räumlichen Übergang von der historischen Innenstadt zur Stadt im Zeitalter der Industrialisierung, die über die ehemaligen Befestigungsanlagen – heute die Wallanlagen – hinaus gewachsen ist. Mit dem Bahnhof und der Hochstraße am Breitenweg wird sie heute als Transitraum und zugleich Zugangsraum zur Stadt geprägt.

Die Bahnhofsvorstadt ist dabei auch ein Ort der Gegensätze und der sozialen als auch ökonomischen Probleme. Der Wandel von Einkaufsgewohnheiten und veränderte Ansprüche an Büroräume. Die Nähe zum Milieu entlang der Diskomeile wirkt sich zudem negativ auf das Image der Bahnhofsvorstadt aus.

Für diesen Raum eröffnen sich aber auch verschiedene neue Perspektiven, der Umbau von Büroflächen zu neuen Nutzungsarten, die Zwischennutzung von Leerständen durch Nutzer_innen mit neuartigen Nutzungskonzepten und die Einbeziehung in die innerstädtische Stadtentwicklung machen die Bahnhofsvorstadt für ein Klientel interessant, dass dieses Quartier bisher nur als Transitraum nutzt.

Die Veranstaltungsreihe umfasst folgende Vortragsbeiträge:

„Zwischennutzungen in der Bahnhofsvorstadt“ – (Di, 18. Oktober 2011)

Nach einer Key Note von Frau Eva Herr vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, gibt es eine Übersicht über Zwischennutzungen in Bremen und die laufenden und geplanten Aktivitäten der ZwischenZeitZentrale Bremen in der Bahnhofsvorstadt.

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„Redevelopment von Bürohäusern – Kommt nach dem Büro noch was?“  (Do,  20. Oktober 2011)

Carsten Venus von Blauraum Architekten Hamburg hält einen Vortrag über das Redevelopment von Bürohäusern. Bürobestände der 50er und 60er Jahre sind zunehmend von Leerstände betroffen. Bauliche Mängel, veränderte Anforderungen aber insbesondere die Konkurrenz durch neue Bürostandorte entziehen ihnen ihre bisherige Nutzung. In seinem Vortrag über das Redelopment von Bürohäusern wird Carsten Venus anhand von harten Zahlen aus eigenen Forschungen und praktischen Erfahrungen mit Immobilieneigentümer_innen aufzeigen, welche ökonomischen und praktischen Gründe eine Umnutzung beeinflussen.

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„Frankfurter Bahnhofsviertel – Strategien für ein stigmatisiertes Stadtquartier“  (Do, 27. Oktober 2011)

Felix Nowak von bb22 in Frankfurt wird Erfahrungen aus dem Frankfurter Bahnhofsviertel mitbringen. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist ob seiner Drogen- und Rotlichszene, sozialer und städtebaulicher Probleme berühmt-berüchtigt. Als „no-go Area“ verschrien, haben sich hier in den vergangenen Jahren verschiedene Ansätze auf sozialer und städtebaulicher Ebene entwickelt. Felix Nowak wird Beispiele aus seiner Praxis im Frankfurter Bahnhofsviertel sowie die Leitlinien städtischer Planung in diesem Quartier darlegen.

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 „XS, M, L – Fehlbelegungen, Leerstand, Synergien“ (Mo, 31. Oktober 2011)

Judith Hartnack, Virginia Schultheis und Jürgen Zeller von AT JUJUGI aus Frankfurt am Main präsentieren einen kleinen, mobilen „Souvenirladen“, dem sie in den Spätsommermonaten 2009 am Bahnhofvorplatz in Frankfurt 3 Monate lang einen neuen Inhalt gaben – Souvenir Frankfurt. Eine Überseekiste voll gepackt mit zeitgenössischen Andenken. Auf Grund der großen Resonanz wurde das Projekt weiterentwickelt. In einer vergessenen Passage im Bahnhofsviertel zwischen Samosas, afghanischen Schneidern, afrikanische Haarkämmen und viel Leerstand wurde ein Ladenlokal für eine Zwischennutzung angemietet. Im Frühsommer 2011 ergab sich bei der Suche nach neuen Leerständen die Möglichkeit eine Ladenfläche in der Innenstadt mit 5x soviel Fläche zwischen zu nutzen. Die Eigentümer des Einkaufszentrums erkannten die Kraft von kreativen Projekten…

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Alle Vorträge beginnen gegen 19:30Uhr

Glasbox am ehemaligen Siemenshochhaus // Contrescarpe 73 // 28195 Bremen.

Die Veranstaltungen sind kostenfrei!

>> mehr Informationen HIER

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